Eine Forschungsarbeit untersucht, wie sich verschiedene Materialien, die Lebensmittelabfällen beigemischt werden, auf den Kompostierungsprozess auswirken, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf den unsichtbaren Pilzgemeinschaften liegt, die organisches Material zersetzen. Die Wissenschaftler verglichen herkömmliche Holzspäne mit einer Mischung aus Perlit und zerkleinerter Pappe, um herauszufinden, welche Kombination die besten Bedingungen für die Zersetzung schafft und gleichzeitig die Umweltbelastung minimiert. Die Studie ergab, dass die Zugabe von Pappe die Bildung von Sickerwasser – einer nährstoffreichen Flüssigkeit, die Wasserquellen verschmutzen kann, wenn sie aus dem Kompostbehälter austritt – deutlich reduzierte, während Mischungen mit hohem Holzschnitzelanteil ein stärkeres Austreten dieser Flüssigkeit zuließen. Zwar wiesen alle Mischungen eine Kerngruppe von Pilzen auf, die von Aspergillus dominiert wurde, doch die Art des verwendeten Materials beeinflusste, welche spezialisierten Pilze sich besonders in den späteren Phasen, wenn der Kompost abkühlt und sich stabilisiert, besonders gut entwickelten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Verwendung von Karton nicht nur dazu beiträgt, wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff im Komposthaufen zu binden, sondern auch eine vielfältige Pilzgemeinschaft fördert, die in der Lage ist, zähe Pflanzenfasern abzubauen. Dies bietet letztlich eine nachhaltigere Methode, um Lebensmittelabfälle in hochwertige Bodenverbesserungsmittel umzuwandeln, anstatt sie auf einer Deponie Methan erzeugen zu lassen.